Der Grinch ist ein Film-Klassiker der Weihnachtszeit. In dem animierten Zeichentrickfilm von 2018, der auf dem Kinderbuch von Dr. Seuss basiert, lebt ein grüner Griesgram als Einsiedler auf dem Berg Mt. Crumpit oberhalb der Stadt Whoville. Genervt von dem lauten und fröhlichen Weihnachtstreiben der Städter, beschließt er, mit seinem Hund Max das Weihnachtsfest zu stehlen, indem er alle Dekoration und Geschenke stiehlt. Als er auf die kleine Cindy-Lou trifft, wird ihm die wahre Bedeutung von Weihnachten bewusst und er besinnt sich.
Warum für mich der Grinch ein Paradebeispiel für Mobbing und dessen Folgen ist:
Im Film, wird gezeigt, dass der Grinch bevor er zum Griesgram wurde, von den Menschen der Stadt ausgelacht und missachtet wurde. Diese Ausgrenzung und Kränkungen machten ihn hart und abwehrend.
Sein „gemeines“ Verhalten ist eigentlich eine Schutzreaktion, weil er verletzt wurde. Die Geschichte macht klar, dass Verständnis und echte Zuwendung alte Wunden heilen können. In dem Moment als Cindy-Lou ihm offen, herzlich und wertschätzend begegnet, öffnet sich auch der Grinch.
Der Film zeigt eins der Kernmuster von Mobbing: Verletzte reagieren verletzt auf eine sehr schöne und kindgerechte Art.
Wenn ihr den Film das nächste Mal mit euren Kindern anschaut, dann besprecht doch auch die Situation vom Grinch mit ihnen. Wie muss er sich wohlgefühlt haben, als ihn alle auslachten und nicht dabei haben wollten. Wie schlecht muss es ihm gehen, dass er so „gemein“ wird. Und wie gut, dass er Cindy-Lou getroffen hat, die die Wutspirale durchbricht und ihm zurück in die Gemeinschaft hilft.